RECHT SICHER HANDELN

Blog

01.11.19
Arbeitsrecht

Tonerstaub verursacht keine Berufskrankheit LSG Darmstadt Urteil vom 21. Januar 2019 L 9 U 159/15

Nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisstand ist nicht davon auszugehen, dass Tonerpartikel und Emissionen von Laserdruckern generell dazu geeignet sind, Gesundheitsschäden hervorzurufen. Dies geht aus einem Urteil des LSG Darmstadt vom 21. Januar 2019 hervor. Im Einzelfall könne durch einen arbeitsplatzbezogenen Inhalationstest dennoch ein entsprechender Nachweis erbracht werden. Im vorliegenden Fall hatte sich der Versicherte geweigert einen solchen Test zum Nachweis einer allergischen Reaktion durchzuführen. Der Kläger war als Vervielfältiger tätig und erledigte Kopier- und Druckaufträge in einem Umfang von 5.000 bis 10.000 Blatt täglich in einem 30 m2 großen Kopierraum. Infolge zunehmender Atemwegsbeschwerden beantragte er die Anerkennung einer Berufskrankheit. Nach der Auswertung von verschiedenen Sachverständigengutachten folgten die Darmstädter Richter der Ansicht der beklagten Berufsgenossenschaft und wiesen die Klage auf Anerkennung einer Berufskrankheit ab. Beim Kläger lagen bereits vor der Tätigkeit als Vervielfältiger obstruktive Atemwegserkrankungen vor, sodass es an dem erforderlichen kausalen Zusammenhang zwischen versicherter Tätigkeit und der bei der Versicherten festgestellten Erkrankungen fehle.